A

ABS-Kante: ABS-Kanten sind Kunststoff-Umleimer der Fenix-Tischplatten.
Sie zeichnen sich durch eine hohe Oberflächenhärte und Schlagfestigkeit
aus. Diese sind passend zu unseren Fenix®-Farben eingefärbt. Eine leichte
Haarfuge zwischen Kante und Fläche ist sichtbar.

Ansteckplatten: Falls Sie sich für eine extern unterzubringende Ansteckplatte entschieden haben, lagern Sie diese nicht in kühlen oder feuchten Räumen. Bitte wenden Sie die Platte häufiger, damit nicht einseitig Feuchtigkeit in die Platte einzieht. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass die nicht ständig benutzten Platten unterschiedlich nachdunkeln. Sollte die Ansteckplatte sich etwas verzogen haben bzw. gegenläufig zur Tischplatte arbeiten, ist das kein Reklamationsgrund.

Arbeiten: Volumenänderung des Holzes bei Aufnahme oder Abgabe von Feuchtigkeit (Quellung, Schwindung) und der daraus resultierenden Neigung zu inneren Spannungen. Massivholz kann in der Breite um bis zu 1 % schwanken.

Arbeitsplattenöl: Dieses lösemittelfreie Leinöl wird bei Biofa unter der Bezeichnung 2052 vertrieben. Es ist geeignet für Spielzeugoberflächen und auf Lebensmittelverträglichkeit erfolgreich geprüft! Dieses Öl belebt die natürliche Struktur und Tönung der behandelten Hölzer. Weitere Angaben dazu finden Sie in unseren Pflegehinweisen.

Astloch: Massivholz mit sichtbaren Ästen werden mit einem dunkelgrauem Polyesterharz gefüllt.

Ausbleichen: Durch direkte Sonneneinstrahlung verblasst die natürliche Färbung des Holzes. Hierbei kann es je nach Lichteinfall zu teilweisen oder gänzlichen Farbänderungen kommen. Besonders dunkle Hölzer wie Nussbaum können stärker ausbleichen. Bei Sonneneinstrahlung empfiehlt es sich, den Tisch häufiger nachzuölen und wenn möglich hin und wieder um 180° zu drehen.

B

Baumkante: Auch Waldkante genannt. Die Holzbohle wird von der Rinde und dem Bast befreit und dann aufwendig verschliffen. Jede Baumkante ist ein Original mit unterschiedlichen Ausprägungen und kann nicht reproduziert werden. Alternativ zur Baumkante fertigen wir die reprodu-zierbare Wellenkante.

Beton / Stahlbeton: Beton ist ein künstlich hergestellter Stein aus dem Gemisch von Zement, Wasser und Sand mit Kies. Im breiartigen Zustand ist er beliebig formbar, bevor er aushärtet und seine hohe Druckfestigkeit gewinnt. Beton wird aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und unterliegt Farbunterschieden. Nicht auszuschließen sind  Lunker, die an unterschiedlichen Flächen sichtbar sind.

Biofa: Dieses Unternehmen gehört zu den führenden Anbietern von Ölen, natürlichen Wandfarben und passenden Pflegeprodukten. Unsere Öle können online über www.biofa.de nachbestellt werden.

Bohlen: Besäumtes oder unbesäumtes Schnittholz mit einer Mindestdicke von 4 cm und einer Breite von mehr als der zweifachen Dicke.

Buche: Die Buche oder Rotbuche zeichnet sich durch ein gelb-rötliches Holzbild mit einer schönen blumigen Zeichnung aus. Splint- und Kernholz weichen nicht stark voneinander ab. Buche ist ein sehr festes Holz mit einer glatten Oberfläche. Wir verarbeiten eine gedämpfte Buche aus hiesigen Wäldern. Durch das Dämpfen wird die Zeichnung noch etwas angeregt, die Holzfarbe erscheint kräftiger. Buche arbeitet stärker als Eiche oder auch Nussbaum.

C

Coloröl weiß: Für die Oberfläche Eiche weiß geölt verwenden wir das lösemittelfreie Coloröl 2110 weiß. Da es sich hier um ein Naturprodukt handelt, sind Farbabweichungen zu bestehenden Mustern und mit der Zeit entstehende Farbveränderungen nicht auszuschließen.

E

Eiche: Die Eiche zeichnet sich durch ein gelb-bräunliches Holzbild mit einer gestreiften bis sehr lebendigen Zeichnung aus. Splint- und Kernholz weichen stark von einander ab. Eiche ist ein sehr festes Holz mit einer grobporigen und unterschiedlich strukturierten Oberfläche. Wir verarbeiten Eiche aus europäischen Wäldern.

Achtung: in Verbindung mit Nässe und Eisenmetallen können schwarze Reaktionsflecken im Fußboden entstehen.

Eiche weiß geölt: Hier wird die Eiche mit einem weißen Coloröl 2110 behandelt. Die weißen Farbpigmente setzten sich verstärkt in der Pore ab. Zur Nachpflege liefern wir ein Pflegeset mit weißem Coloröl mit.

Einlege- und Ansteckplatten: Falls Sie sich für einen Tisch mit Einlegeplatten entschieden haben, lagern Sie diese nicht in kühlen oder feuchten Räumen. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass die nicht ständig benutzten Platten unterschiedlich nachdunkeln. Sollte die Ansteckplatte sich etwas verzogen haben bzw. gegenläufig zur Tischplatte arbeiten, ist das kein Reklamationsgrund.

Esche: Sie gehört zu den heimischen Laubhölzern. Esche zeichnet sich durch eine gelblich bis hellbraune Textur aus. Nicht selten wird die Esche mit der Eiche aufgrund der Holzstruktur verwechselt. Für den Möbelbau ist die Esche sehr gut geeignet. Die Kernesche zeichnet sich durch einen dunklen Einlauf mit einer klaren Trennung zur hellen Textur aus.

F

Farbunterschiede: Tischplatten können nur in wenigen Ausnahmefällen aus einem Stamm gefertigt werden. Darüber hinaus verleimen wir Platten aus einem Mix von liegenden und stehenden Jahresringen, um ein ehrliches und natürliches Holzbild zu erreichen.  Somit ist es immer gegeben, dass innerhalb der jeweiligen Riegeln Farbunterschiede entstehen.  Diese Unterschiede können sich durch den unterschiedlichen Gehalt an Gerbsäure bei der Räuchereiche noch verstärken. Wir sind bemüht, diese Echtheitsmerkmale in unserer Broschüre signifikant zu dokumentieren.

Fenix®: Fenix® ist ein innovativer Schichtstoff. Nicht nur wegen der samtig-weichen Haptik und seinem matten Finish, sondern auch wegen seiner beispiellosen Robustheit ist Fenix ideal für Tischoberflächen. Die besonderen Vorteile sind:

•    Anti-Fingerabdruck-Eigenschaft
•    resistent gegen Schimmel
•    antibakteriell und antistatisch
•    abriebfest und besonders kratzfest
•    hitzebeständig bis 100 Grad
•    hohe Resistenz gegen Chemikalien

Fenix®-Tischplatten:  Die 0,9 mm dünnen Fenix®-Schichtstoffplatten werden mit einer Trägerplatte aus Multiplex verpresst. Auf der oberen Seite wird der Schichtstoff, auf der nicht sichtbaren Seite eine Gegenzugfolie verpresst. Die Kanten werden als ABS-Kante gearbeitet. Die Plattenstärke beträgt ca. 33 mm oder 40 cm.

Formstabilität: Der Feuchtegehalt von Holz variiert in den Heizperioden. Mit der Veränderung der Holzfeuchte beginnt das Holz zu “arbeiten“.

Freilufttrocknung: Auch natürliche Trocknung genannt. Das Schnittholz wird durch Lagerung im Freien dem örtlichen Klima ausgesetzt. Feuchteentzug und erreichbare Restfeuchte sind vorwiegend von den jahreszeitlichen Klimaschwankungen abhängig. Für den Möbelbau muss das Holz anschließend noch in Trockenkammern auf eine niedrigere Endfeuchte von rund 8 - 10 % heruntergetrocknet werden.

G

Gebeizte Oberfläche: Gebeizte und besonders dunkel eingefärbte Oberflächen sind für unsere Massivholzmöbel problematisch. Das Holz schrumpft, die Leimfuge aber nicht. Dadurch kann sich die weiße Leimfuge wie ein heller Faden in der Fläche markieren. Auch reagieren Äste, die sich gegenüber der Beize markieren können. Gebeizte Holzoberflächen können zur Ausbesserung von Beschädigungen nicht vor Ort geschliffen werden; die Farbpigmente würden ausgeschliffen. Daher sollten gebeizte Oberflächen mit einem seidenmatten Lack geliefert werden. Im Gegensatz zu der hohen Homogenität von Ölen sind Lacke wenig elastisch. Man kann die Elastizität von Lacken bis zu einem gewissen Grad erhöhen; das bewirkt jedoch einen geringeren Schutz und eine höhere Kratzempfindlichkeit.

Gewicht: Einige Tischgestelle wie die der Modelle FRAME, T-TABLE oder der MONO-Familie sind vergleichsweise schwer. Statische Probleme gibt es in der Regel nicht; jedoch muss dieser Aspekt besonders bei der Anlieferung geprüft werden

H

Halogenlicht:  Dieses Licht hat ähnliche Eigenschaften wie Sonnenlicht. Somit können Halogen-Tischleuchten  durch die UV-Strahlung Schwind- und Trockenrisse hervorrufen.

Heizung: Heizkörper in der Nähe eines Massivholzmöbels führen zu einer erhöhten und unterschiedlichen bzw. einseitigen Wärmezufuhr. Vor allem Tischplatten können sich dadurch verziehen. Auch erhöht sich die Gefahr von Rissbildungen, Schwund oder Verwerfungen. Besonders dann ist auf eine hinreichende Luftfeuchtigkeit von rund 50 % im Raum zu achten. Ein Verziehen von Massivhölzern tritt verstärkt in Wintermonaten auf: Die Luftfeuchtigkeit sinkt, wenn geheizt wird. Eine Fußbodenheizung kann das Problem verstärken, weil das Möbelstück direkt auf dem geheizten Boden steht.

HPL-Platten: HPL ist eine Schichtstoffplatte. Sie ist stabil, wetterbeständig, langlebig und besitzt eine hohe Kratzfestigkeit. Verunreinigungen können mit fast allen Reinigungsmitteln entfernt werden.

J

Jahresringe: Bei den Jahresringen handelt es sich um den Dickenzuwachs des Holzes: dicht unterhalb der Rinde werden neue Leitungsbahnen angelegt, um Wasser und Nährstoffe zu transportieren.

K

Kern(-holz): Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz besitzt einen geringeren Wassergehalt und eine höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit.

Klappeinlagen: Bei einem Tisch mit Klappeinlagen können diese bedingt durch unterschiedliche Wärmezufuhr leichte Höhendifferenzen aufweisen. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass die nicht ständig benutzten Platten unterschiedlich nachdunkeln.

Klimaschutz: Im Gegensatz zu Kunststoff oder Metall hat der Werkstoff Holz einen sehr guten Energieeffizienzwert. Da Holz ein Werkstoff ist, der nicht mit viel Energieaufwand produziert werden muss, belastet er auch das Klima nur wenig. Holz speichert zudem CO2 – als gewachsener Baum wie auch als Möbelstück.

Künstliche Trocknung: Häufig, insbesondere bei stark dimensioniertem Schnittholz, erfolgt die Vortrocknung im Freien und anschließend die künstliche Trocknung. Im Gegensatz zur Freilufttrocknung verläuft diese Trocknung unter künstlichen Klimabedingungen, meist in Kammern oder Durchlaufkanälen. Durch entsprechende Steuerung oder Regelung des Klimas können wesentlich niedrigere Endfeuchtigkeiten und kürzere Trocknungszeiten erreicht werden als bei der Freilufttrocknung.

Kulissentisch: Kulissentische sind ausziehbare Esstische mit einem Kopfauszug. Beim Ausziehen / Vergrößern des Tisches werden die Tischbeine ausgefahren. Eine oder zwei Klappeinlagen, die im Tisch untergebracht sind, vergrößern die Nutzfläche.

L

Lackierte Oberfläche: Je nach Holzart und Materialstärke der Holzoberfläche kann ein Lackfilm reißen. Das ist un-vermeidbar und stellt keinen Reklama-tionsgrund dar.

Längsrisse: Auch Trocknungsrisse oder Trockenrisse genannt; Trennung der Holzzellen längs zur Faser aufgrund ungleichmäßiger Schwindung; häufig auf Hirnflächen von Schnittholz vorkommend. Ein für Massivholz natürlicher Prozess, welcher keinen Mangel darstellt. Trockenrisse können mit Holzwachs gefüllt werden.

Lithofin W: Flüssigkeit zur Pflege und Imprägnierung von Betonflächen.

Luftfeuchtigkeit: Die Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Anteil des Wasserdampfes in der Raumluft. Optimal für das allgemeine Wohlbefinden ist eine Luftfeuchtigkeit / Luftfeuchte im Raum von rund 50 %.

Lunker: Lunker sind Hohlräume durch Lufteinschlüsse im Beton, die während des Fertigungsprozesses im aushärtenden Bauteil entstehen. Große Lunker werden zugespachtelt.

M

Manufaktur: Bei unseren Tischen mit dem Zusatz „Manufaktur“ verarbeiten wir ausgesuchtes Massivholz ohne starke Naturmerkmale. Das Holzbild ist in der Regel etwas ruhiger und gleichmäßiger. Der Schliff ist sehr fein. Die Oberfläche wird zweimal geölt, wobei das Öl aufwendig in die Fläche eingeschliffen wird. Ein Nachölen ist in der Regel nach einem Jahr erforderlich.

Massivholz ist ein „lebendiger“ Werkstoff! Wechselnde Temperaturen wie auch Luftfeuchte bewirken eine Veränderung des Feuchtegehalts im Zellkern des Holzes und führen zu Quell- und Schwinderscheinungen. Maßtoleranzen bis zu 1 % sind nicht unüblich, was besonders in der Heizperiode sichtbar wird. Das kann besonders bei großen Tischplatten zu Trocken- und Schwindrissen führen, wie es an dieser wunderschönen Holzfigur „Abschied“ von der westfälischen Künstlerin Rose Lichtenberger sehr gut zu erkennen ist.

Massivholzmöbel
Nach der DIN sind Möbel dann als massiv zu bezeichnen, wenn alle Teile, außer den Rückwänden, Schubkastenböden und –zargen, aus einer Holzart hergestellt und nicht furniert sind.

Multiplex: Multiplexplatten sind Furnier - Sperrholzplatten, die aus mindestens fünf gleich starken und kreuzweise verleimten Furnierlagen (Mittellagen) bestehen.

N

Nachhaltige Forstwirtschaft: Der Begriff „Nachhaltigkeit“ stammt aus der Forstwirtschaft und meint eine Bewirtschaftungsweise, bei der dem Wald nur so viel Holz entnommen wird, wie innerhalb einer bestimmten Periode nachwachsen kann. Die nachhaltige Forstwirtschaft trägt damit dem einzigartigen Lebensraum „Wald“ und seinen langen Regenerationszeiten Rechnung. Heute fasst man unter dem Oberbegriff „sustainable development” auch den damit verbundenen Artenschutz im gesamten Ökosystem zusammen.

Nussbaum: Nussbaum hat eine dunkelbraune Färbung. Das Holzbild ist streifig bis blumig, Splint- und Kernholz unterscheiden sich sehr. Nussbaum ist ein mittelschweres Holz mit einer porigen Oberfläche. Bei direkter Sonneneinstrahlung neigt Nussbaum zum Ausbleichen. Wir verarbeiten amerikanischen Nussbaum, welcher im Gegensatz zum europäischen Nussbaum dunkler und nicht so wild gemasert ist.

O

Oberfläche: Die Behandlung mit Ölen schützt die Holzoberfläche und bringt dessen natürliche Schönheit zur Geltung. Hinzu kommt, dass Hölzer so ihre Atmungsaktivität erhalten können – dies ist besonders für ein gesundes Raumklima wichtig. Unsere Biofa-Öle erfüllen die hohen Anforderungen der Norm EN 71-3 hinsichtlich des Schwermetallgehalts.

Öl oder Lack: Massivholzmöbel werden heute fast nur noch mit einer geölten Oberfläche gefertigt. Grundsätzlich ist eine lackierte Oberfläche im täglichen Gebrauch widerstandsfähiger. Da ein Tisch stärker strapaziert wird als zum Beispiel ein Schrank, können Gebrauchsspuren durch die regelmäßige Nachpflege mit einem Öl vor Ort beseitigt werden. Auch sieht ein frisch geölter Tisch immer wieder wie neu aus. Ein lackierter Tisch kann nur in einer Tischlerei nachbearbeitet werden.

Offener Kamin: Eine offene Feuerstelle oder ein Kachelofen in der Nähe eines Massivholzmöbels fördert durch die hohe Strahlungswärme eine Verformung vom Holz. Gefahr von Trockenrissen. Wir empfehlen einen Abstand von mind. vier Metern. Dazu macht es Sinn, das Massivholzmöbel häufiger nachzuölen.

P

Pflegehinweise: Jeder Lieferung eines Tisches werden ausführliche Pflegehinweise beigelegt. Bei geölten Massivholztischen wird zusätzlich ein Pflegeset mit Arbeitsplattenöl für ein bis zwei Nachbehandlungen mitgeliefert.

Pulverbeschichtung: Oberflächenbeschichtung zur Veredelung und zum Schutz von metallischen Oberflächen, ähnlich dem Lackieren. Die Teile werden mit einem Pulver in beliebiger Farbe beschichtet. Die Haftung des Pulvers auf dem Werkstück ergibt sich durch elektrostatische Aufladung in einem „Trockenofen“ bei ca. 200 °C. Hierbei handelt es sich gegenüber dem Lackieren um ein umweltfreundliches Verfahren. Durch die höhere Schichtstärke ergibt sich eine große Beständigkeit gegen mechanische Beanspruchung aller Art.

Q

Quellung: Volumen-Vergrößerung durch Feuchtigkeitsaufnahme. Quellung und Schwindung wiederholen sich jeweils bei Befeuchtung beziehungsweise Trocknung. Die wesentliche Beeinflussung der Quellung ist die Wärme und relative Luftfeuchte im Raum sowie jahreszeitliche Faktoren.

QuickShip: Bezeichnung für Produkte, die vorgefertigt sind und in der Regel kurzfristig lieferbar sind.

R

Raumklima: Massives, nicht lackiertes Holz ist ein Werkstoff, der „atmet“. Er reguliert durch Wasseraufnahme und –abgabe die Luftfeuchtigkeit und filtert Schadstoffe aus der Atemluft. Um diese Eigenschaften und die Schönheit der Möbel zu erhalten, sollten Massivholzmöbel keinen extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden. Ideal ist eine relative Luftfeuchtigkeit um 50 %.

Räuchereiche: Durch ein Bedampfen mit Salmiak bzw. Ammoniak verfärbt sich die Eiche mittelbraun. Natürliche Farbvarianzen und Farbkontraste innerhalb der unterschiedlichen Riegel sind gegeben, da der Farbton von der Menge der im Holz vorhandenen Gerbsäure abhängt. Wir bieten die Räuchereiche wahlweise in natur (mittelbraun) oder schwarz geölt an. Um hier einen Farbabrieb zu vermeiden, wird nach dem schwarzen Öl noch Arbeitsplattenöl aufgetragen.

Relative Luftfeuchte: Die relative Luftfeuchtigkeit wird in Prozent angegeben und kann mit einem Hygrometer gemessen werden. Eine Luftfeuchtigkeit von 50 % sagt aus, dass die Luft nur die Hälfte der Wasserdampfmenge enthält, die maximal enthalten sein könnte. Eine Übersättigung der Luft mit Feuchtigkeit würde sich bei 100% einstellen und als Kondenswasser an Scheiben bemerkbar machen. Die für Wohn- und Arbeitsräume optimale relative Luftfeuchtigkeit liegt bei 50 % und ca. 21 °C.

Rotkernbuche / Kernbuche: Im Holz der Rotkernbuche ist deutlich ein rotbrauner länglicher Kern erkennbar. Dieser entsteht dadurch, dass die Zellen im Stamm der Rotkernbuche durch den Alterungsprozess oxidieren. Bei der Ausbildung des roten Kerns im ansonsten hellen Holz der Rotkernbuche entsteht eine sehr lebendige Maserung.

Rüster: Siehe Ulme. Der Baum wird als Ulme, das geschnittene Holz häufig auch als Rüster bezeichnet.

rustical: Produkte mit dem Zusatz rustical haben sichtbare Naturmerkmale wie Äste oder Splintholz. Astlöcher werden mit einem grafitfarbigen Polyesterharz gefüllt. Leichte Trockenrisse sind hier nicht auszuschließen. Der Schliff ist fein. Auch hier wird die Oberfläche zweimal geölt.

S

Sandwichbauweise: Eine von ASCO angewandte Form der Tischplatte mit einem Kern aus einer Multiplexplatte und einer beidseitigen Beschichtung von ca. 8 mm starkem Massivholz. Dieses Verfahren verhindert ein Quell- und Schwindverhalten der Platte. Ideal zum Einsatz bei Funktionstischen mit einer hohen Maßgenauigkeit und eingebauten Metallauszügen.

Schichtstoff: Dieser besteht aus mehreren, in Melaminharz getränkten Papierschichten, die unter Hochdruck zusammengefügt werden. Meistens wird die oberste Papierschicht (Finishfilm) mit einem Motiv versehen.

Schüsseln: Querkrümmung von Brettern durch Schwinden, wobei sich meistens die marknahe Seite aufwölbt und die rindennahe Seite hohl wird. Das Schüsseln (krumm werden) einer Massivholzplatte kann auch durch Lichteinwirkung wie Halogenlicht oder Sonnenstrahlen, durch eine Fußbodenheizung oder andere einseitige Wärmezufuhr bewirkt werden. Stahlkerne können das Schüsseln verhindern oder reduzieren.

Schwindung: Verkleinerung der Abmessungen und damit auch des Volumens von Holz infolge einer Feuchtigkeitsabnahme. Schwindung ist ebenso wie der umgekehrte Vorgang, die Quellung, nur unterhalb der Fasersättigung möglich. Hierbei sind Abmessungsänderungen in Richtung der Zuwachszonen (= tangential) stets größer als in Richtung der Holzstrahlen (= radial).

Silbereiche: Bei dieser silbrig-grauen Ausführungsvariante wird das Holz zunächst gebeizt und zwischenlackiert. Anschließend wir die Fläche mit einer Silberpaste bearbeitet und noch einmal lackiert. Diese Ausführung kann bei evtl. Beschädigungen vor Ort nicht nachbehandelt werden.

Sonneneinstrahlung: Eine direkte Sonnenbestrahlung können sichtbare Veränderungen bei einem Massivholzmöbel hervorrufen. Tischplatten können sich dadurch verziehen. Auch vergrößert sich die Gefahr von Rissbildungen, Schwund, Verwerfungen und des Ausbleichens.

Splintholz / Splint: Splintholz ist die Bezeichnung für den ringförmigen, äußeren Bereich im Stamm eines Baumes. Hier finden die Stoffwechselaktivitäten statt. Es handelt sich um das jüngste vom Baum gebildete Stammgewebe, dessen Aushärtung noch nicht abgeschlossen wurde.  

Spaltmaß: Als Spaltmaß bezeichnet man den Abstand zwischen zwei benachbarten Bauteilen, vorwiegend im  Karosseriebau. Bei Massivholzteilen muss man das Schwind- und Quellverhalten von Massivholz berücksichtigen. Das führt dazu, dass z.B. bei Ansteck- oder Einlegeplatten Maßdifferenzen entstehen können.

Stahlkern: Ein von unten in die Tischplatte eingelassenes Stahlprofil verbessert die Planlage einer Tischplatte und verhindert bzw. reduziert das Schüsseln dieser Platte.

T

Textur: Zeichnung bzw. Maserung des Holzes. Die strukturabhängige Textur wird u.a. bestimmt durch die Poren, die Jahresringe, die Holzstrahlen sowie den Faserverlauf.

Tischhöhe: Unsere Tische sind in der Regel 74 cm hoch. Durch den Einsatz von Gleitern sind einige Modelle bis zu 6 mm höher. Allgemein sagt man, dass der ideale Abstand zwischen der Sitzhöhe und der Tischhöhe 28 cm betragen soll.

Trockenkammer: Eine geschlossene Anlage, in der Massivholz nach der Freilufttrocknung auf eine Holzfeuchte von rund 8 – 10 % heruntergetrocknet wird.

Trockenrisse: Holz gibt Feuchtigkeit an die Umgebungsluft ab und nimmt diese aus der Luft wieder auf. Dadurch verändert sich das Volumen bis zu
1 %. Bei einem Schwund z. B. in der Heizperiode kann das Holz reißen. Trockenrisse können mit einem Wachs wieder gefüllt werden. 

U

Ulme: Die verschiedenen Arten der Ulme zeichnen sich durch eine gelbliche Tönung mit markanten Jahresringen aus. Das Holzbild ist streifig bis blumig stark. Die Ulme ist ein mittelschweres Holz mit einer leicht porigen Oberfläche. Wir verarbeiten die Ulme aus den USA. Der Baum wird als Ulme, das geschnittene Holz jedoch häufig als Rüster bezeichnet.

V

Verschnitt: Aus einer Massivholzbohle  können für die Tischproduktion nur lange Partien verwendet werden. Daher ist der Verschnitt relativ hoch.  Wenn Äste, leichter Splint oder auch feine Trockenrisse verarbeitet werden dürfen (Segment rustical), ist die Holzausbeute höher und der Preis für eine Tischplatte somit niedriger.

Verziehen: Veränderungen bei Massivhölzern treten verstärkt im Winter auf. Die Luftfeuchtigkeit sinkt, wenn viel geheizt wird. Heizkörper oder eine Fußbodenheizung können das Problem zusätzlich verschärfen, weil das Möbelstück direkt auf dem geheizten Boden steht.

W

Wellenkante: Künstlich erzeugte Baumkante durch Fräsung an der geraden Plattenkante.

Winter: Die Wintermonate sind besonders für neue Massivholzmöbel eine kritische Zeit. Bedingt durch die Lagerung und den Transport kühlt das Material ab. Moderne Häuser sind heutzutage so gut isoliert, dass die Wärme gleichbleibend und die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist. Deshalb kann man nicht ausschließen, dass die Gefahr von Trockenrissen steigt.

Wintergarten: Möbel im Wintergarten sind in der Regel intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt. So vergrößert sich die Gefahr von Schwund, Trockenrissen, Verwerfungen und des Ausbleichens. Ein weiteres Problem ist die farbliche Veränderung. Vereinfacht kann man sagen: „Helles Holz dunkelt nach, dunkles Holz bleicht in der Sonne aus“.